Technologie-Informationen

Die Hochschulen als Partner der Wirtschaft: Die Technologie-Informationen bieten einen Überblick über Technologieangebote und Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neueste Entwicklungen, praxisrelevante Verfahren und Produkte, Beratungsleistungen und Gutachten – Unternehmen finden an den Hochschulen anwendungsorientierte Ideen und Lösungen.

2/2012: Leichtbau (PDF, 752,75 KB)

Der Begriff Leichtbau steht für eine der zukunftsweisenden Querschnittstechnologien des Maschinenbaus. Im Automobilbau begründen steigende Kraftstoffpreise und strengere Anforderungen seitens des Gesetzgebers hinsichtlich zulässiger Emissionswerte die Forderung zum Leichtbau.
Dabei ist der Leichtbaugedanke im Automobilbau nicht neu: Bereits vor über 70 Jahren baute die Mailänder Carrozzeria Touring leichtgewichtige Sportwagen. Auch heute liegt die Karosserie im Fokus der Gewichteinsparung. Sie bietet durch den Einsatz von Aluminium und hochfesten Stählen sowie einer intelligenten Fügetechnik ein großes Leichtbaupotenzial. Aktuell ist die Landtechnik ein Topthema. Dort führen zunehmend größere und schwerere Maschinen zu einer erhöhten Bodenbelastung. Hier verspricht der Leichtbau neue Lösungswege – genauso wie für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt, die Windenergietechnik und für viele weitere Branchen.
Unabhängig von der Anwendung ist der Leichtbau interdisziplinär. Erst die Kombination aus intelligent konstruierten Bauteilen, gefertigt aus den richtigen Werkstoffen, verbunden mit der geeigneten Fügetechnik und validiert durch geeignete Prüfmethoden, ermöglicht intelligenten Leichtbau.
Was Forschung und Entwicklung in Niedersachsen in den vergangenen Jahren erreicht haben, zeigen zahlreiche Beispiele in den vorliegenden Technologie- Informationen. Die niedersächsischen Hochschulen haben neuartige metallische Werkstoffe und Faserverbundwerkstoffe, innovative Fertigungsprozesse sowie Prüfund Messmethoden entwickelt, die die Produktion effizienter gestalten. Die Institute arbeiten dabei eng mit der Industrie zusammen und sind für weitere Kooperationen offen.

1/2012: Cloud Computing (PDF, 479,12 KB)

Cloud Computing ist nicht nur ein vorübergehendes Modethema, sondern es verändert die IT-Landschaften der Unternehmen nachhaltig. Die eigentliche Hardware und Software liegen nicht mehr beim Nutzer vor Ort vor, sondern bei externen Anbietern – verbunden über das Internet in einer entfernten „Wolke“ (engl. „cloud“). Speicher- und Rechenkapazitäten passen sich damit laufend ihrem tatsächlichen Bedarf an, Kosten orientieren sich an der Nutzung der Dienste. Dennoch gibt es vielfach begründete Vorbehalte gegen Cloud Computing und offene Herausforderungen: IT-Entscheider fragen nach der Sicherheit und der Verfügbarkeit ihrer Daten, Servicequalitäten sind zu vereinbaren und zu überwachen. Hier sind Wissenschaft und Praxis aufgefordert, gemeinsam Lösungen zu finden.
So sehen sich die meisten Unternehmen mit einer heterogenen und ständig komplexer werdenden IT-Landschaft konfrontiert. Cloud Computing kann diese Komplexität verringern, indem standardisierte Hard- und Software von externen, spezialisierten Partnern effizient betrieben wird. Fehlen jedoch strategische Vorgaben und steuernde Instrumente seitens der Unternehmen, laufen diese Gefahr, die Kontrolle über ihre Prozesse zu verlieren und marktrelevantes Wissen zugunsten von kurzfristigen Kostensenkungen aufzugeben.
In den vorliegenden Technologie-Informationen finden Sie viele Praxisbeispiele, wie niedersächsische Hochschulen sich diesen Herausforderungen stellen. Es werden Rechtsfragen geklärt, Sicherheitslücken geschlossen, Serviceplattformen und Systeme angepasst und integriert sowie neue Anwendungen angeboten. Aus den vielfältigen Ideen sind Patente und Unternehmensgründungen hervorgegangen.

4/2011: Stadtplanung und Bauwesen (PDF, 591,83 KB)

Der Konflikt um Stuttgart 21 steht bundesweit als Synonym für eine misslungene Unternehmenskommunikation. Dabei hatte die Deutsche Bahn AG alle Register einer sicheren Planungsstrategie gezogen – und dann ging die Sache gründlich schief. Nach der Energiewende befürchten jetzt viele Firmen und Politiker eine neue Welle des Protests. Der Bau von Infrastrukturen für Energiegewinnung und -transport könnte am Nimby-Syndrom (not in my back yard – nicht vor meiner Tür) scheitern. Wenn es um hochkomplexe Techniken geht, kann eine positive Haltung der Bevölkerung nicht mehr automatisch vorausgesetzt werden. Es geht um das Offenlegen von Risiken und Auswirkungen, zum Beispiel von Technologieprojekten oder großtechnischen Anlagen, es geht um Planungsqualität und die Organisation von Dialogen mit konkreten Angeboten für die Nachbarschaft.
Eine erfolgreiche Planung muss alle Interessen in der Gesellschaft abwägen, die Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigen und mögliche Optionen verständlich erklären. Technische Hilfsmittel werden dazu genutzt, zukünftige Szenarien zu visualisieren und den Planungsprozess zu unterstützen. Für eine neuartige Unternehmenskommunikation stehen unterschiedliche Formate der Bürgerbeteiligung und Konfliktlösung bereit. Diese dienen auch einer nachhaltigen Stadtplanung. Vielfältige Beispiele hierfür finden Sie in den vorliegenden Technologie-Informationen. Voraussetzung für das Gelingen eines Projektes ist allerdings, dass Unternehmen transparent über ihre Projekte informieren und frühzeitig in den Dialog einsteigen. Hierbei sind die niedersächsischen Hochschulen gerne behilflich.

3/2011: Abfallwirtschaft (PDF, 727,91 KB)

Das große Thema der Energiewende stellt neben dem Klima- und Naturschutz vielleicht die größte Herausforderung dar, mit der wir es in Deutschland derzeit zu tun haben. Deutsche Ingenieure und Wissenschaftler haben es in der Hand, den Sektor der nachhaltigen und umweltverträglichen weltweiten Energieversorgung auf Jahrzehnte hinaus zu prägen und zu festigen. Dabei spielt auch die Abfallwirtschaft mit ihren komplexen Facetten eine entscheidende Rolle.
Die Aufgabe der Abfallwirtschaft im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes liegt auf der Hand, doch sie sorgt auch in direktem Schulterschluss mit der Energiewirtschaft für nachhaltige Energieerzeugung, Ressourceneffizienz und Einsparung von Primärenergie. In der vorliegenden Broschüre werden Sie vielfältige Informationen zu nationalen und internationalen Projekten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten finden. Alle diese Projekte haben trotz ihrer Individualität letztendlich zwei Aspekte gemeinsam: Sie haben ihren Ursprung in Niedersachsen und fokussieren sich auf eine enge Kooperation zwischen der Forschung und der Wirtschaft. Ohne solche Kooperationen ist es unmöglich, nachhaltig umsetzbare und zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und zu etablieren.
Die vorliegenden Technologie-Informationen sollen Ideen und Ansatzpunkte für neue Kooperationen und gemeinsame Inspirationen liefern. Genau das ist es, was wir für die nahe Zukunft brauchen, um die uns erwartenden Herausforderungen meistern zu können.

2/2011: Grüne Mobilität (PDF, 556,61 KB)

Ein neues Modewort ist in aller Munde: Grüne Mobilität. Sie beschreibt das Fortbewegen von Personen und Gütern mit ökologischen und nachhaltigen Transportkonzepten.
Im Zuge der Industrialisierung war die Menschheit erstmals in der Lage, durch den Bau der Eisenbahn ferne Ziele schnell zu erreichen sowie schwere und voluminöse Güter über weite Strecken zu transportieren. Nach dem ersten Weltkrieg begann eine Individualisierung des Verkehrsverhaltens. Mit zunehmendem Straßenverkehr wuchs aber auch die Erkenntnis, dass sowohl der Energiebedarf als auch der Ausstoß von Emissionen und der Flächenverbrauch für Verkehrswege nicht beliebig weiter gesteigert werden können. Bei einem Ölpreis von derzeit mehr als 100 US-$ pro Barrel und den inzwischen als endlich bekannten Rohöl-Ressourcen ist ein Umdenken notwendig.
Es muss geprüft werden, welche Verkehrsmittel auf regenerative Energien umgestellt werden können und ob sich die Mobilität ohne Einbußen des gewohnten Komforts verringern lässt. Grüne Mobilität ist eine weltumfassende Zukunftsaufgabe, die vielfältige Forschung erfordert.
Niedersachsen ist ein Mobilitätsland. Die großen Fahrzeughersteller für Straße und Schiene und die exzellente Ausbildung an den Hochschulen in Niedersachsen sind wichtige Standortfaktoren für die Lösung zukünftiger Transportaufgaben. Eine Vielzahl von nationalen und europäischen Forschungsprojekten unterstreicht die Spitzenstellung Niedersachsens im Bereich Verkehr. Das aktuelle Heft der Technologie-Informationen stellt erfolgreiche Beispiele niedersächsischer Forschungsarbeiten in diesem Bereich vor.

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