Technologie-Informationen

Die Hochschulen als Partner der Wirtschaft: Die Technologie-Informationen bieten einen Überblick über Technologieangebote und Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neueste Entwicklungen, praxisrelevante Verfahren und Produkte, Beratungsleistungen und Gutachten – Unternehmen finden an den Hochschulen anwendungsorientierte Ideen und Lösungen.

1/2013: Ressourceneffizienz (PDF, 1 MB)

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip besagt, dass ein bestimmter Output mit geringstmöglichem Input oder mit einem gegebenen Input ein größtmöglicher Output erzielt werden soll. Diese Forderung nach einem vernunftgemäßen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sollte angesichts sich verknappender Ressourcen selbstverständlich sein. Innovative Produkte und Verfahren sowie durchdachte Strategien machen Unternehmen in Zeiten knapp werdender Rohstoffe und schwankender Materialpreise zukunftsfähig und sind ein Beitrag zur Standortsicherung im globalen Wettbewerb.
Die zahlreichen Programme und Initiativen der Bundesministerien für Umwelt und Forschung, der Verbände wie VDI, BDI und VCI zur Steigerung der Ressourceneffizienz und nicht zuletzt die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit sollen dazu beitragen, die Umweltbelastungen zu begrenzen, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. So wurde beispielsweise in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln.
An den niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden zahlreiche zukunftsweisende Ideen und Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz entwickelt. Dabei reicht das Spektrum von der Entwicklung neuer Materialien und Recyclingtechnologien zur Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe über die Optimierung des Energieeinsatzes bis zur Verbesserung der Planung und Steuerung im Stoff- und Energiestrommanagement. In der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen entstehen neue Lösungsansätze, die Vorteile für Wirtschaft und Umwelt zugleich bieten.

4/2012: Management des demografischen Wandels (PDF, 566,09 KB)

Der demografische Wandel und die technologische Entwicklung stellen Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell vor große Herausforderungen. Hier können vor allen Dingen das Wissen und Können der Angestellten einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Schlüssel zum langfristigen Unternehmenserfolg liegt im „lebenslangen Lernen“. So wird es in den nächsten Jahren immer entscheidender für den Wettbewerb werden, wie gut sich die Mitarbeitenden berufsbegleitend weiterbilden können. Unerlässlich ist es dafür, ein nachhaltiges Personalmanagement und eine betriebsinterne Weiterbildungskultur zu etablieren. Ein erster Schritt sollte dabei immer eine Kompetenzdiagnose und Bedarfsanalyse sein. Hier müssen mithilfe von Altersstrukturanalysen, Benchmark-Studien oder Mitarbeiterbefragungen grundlegende Fragen zum Status quo der Unternehmenssituation geklärt werden. Im zweiten Schritt müssen dann Weiterqualifikationen angeboten werden, um Personal langfristig zu halten. Dabei ist es wichtig, dass die Angebote auf die individuellen Bedürfnisse der Angestellten zugeschnitten sind; diese können je nach Alter deutlich variieren. Je nach Lebens- beziehungsweise Arbeitssituation müssen passgenaue Lösungen entwickelt werden.
Bei diesen vielfältigen Herausforderungen bieten die niedersächsischen Hochschulen den Unter nehmen wertvolle Unterstützung an. In den vorliegenden Technologie- Informationen finden Sie zahlreiche Beispiele für Kooperationen und Angebote im Bereich Personal- und Gesundheitsmanagement, Schulung älterer Mitarbeitenden sowie Qualifizierung und Weiterbildung.

3/2012: Maritime Technologien (PDF, 528,32 KB)

Unser Leben ist eng verknüpft mit der See und ihren Ressourcen. Wir nutzen das Meer als Transportweg, entdecken in ihm regenerative und fossile Energien, wir gewinnen Nahrungsmittel aus dem Meer und erholen uns an seiner Küste. Die Erschließung dieser marinen Ressourcen wird begleitet von einer zunehmenden Technisierung und Automatisierung. In der Offshore-Förderung von Öl und Gas wird dieser Trend durch den Begriff des digitalen Ölfeldes geprägt. Ferngesteuert aus dem Kontrollzentrum werden unterseeische Produktionsanlagen bedient, gesteuert und überwacht. Sensorik, Steuerungstechnik und Simulationsumgebungen gehen hier Hand in Hand – mit dem Ziel eines effizienten und sicheren Betriebs.
Sicherheit ist auf See seit jeher oberstes Gebot. Durch die positive Entwicklung regenerativer Energiegewinnung entstehen immer mehr innovative Windkraftanlagen auf dem Meer. Sie verlangen nach intelligenter Zustandsüberwachung und nach Systemen, die die Arbeit der Menschen dort unterstützen und Risiken minimieren. Früher als Seemannsgarn abgetane Erzählungen von Monsterwellen haben sich als zu berücksichtigende Risiken in der Auslegung von maritimen Bauwerken erwiesen. Jahrhundert- Ereignisse können heutzutage im Maßstab reduziert modelliert werden – nicht nur im Computer, sondern auch im größten Wellenkanal der Welt in Hannover.
Diese und andere Themen der Meerestechnik greift die vorliegende Ausgabe der Technologie-Informationen auf. Sie zeigt dabei, was niedersächsische Hochschulen in Zusammenarbeit mit Unternehmen geleistet haben und welche Potenziale existieren. Die Rahmenbedingungen sind günstig. Meerestechnik ist ein globaler Wachstumsmarkt, der nach Innovationen verlangt.

2/2012: Leichtbau (PDF, 752,75 KB)

Der Begriff Leichtbau steht für eine der zukunftsweisenden Querschnittstechnologien des Maschinenbaus. Im Automobilbau begründen steigende Kraftstoffpreise und strengere Anforderungen seitens des Gesetzgebers hinsichtlich zulässiger Emissionswerte die Forderung zum Leichtbau.
Dabei ist der Leichtbaugedanke im Automobilbau nicht neu: Bereits vor über 70 Jahren baute die Mailänder Carrozzeria Touring leichtgewichtige Sportwagen. Auch heute liegt die Karosserie im Fokus der Gewichteinsparung. Sie bietet durch den Einsatz von Aluminium und hochfesten Stählen sowie einer intelligenten Fügetechnik ein großes Leichtbaupotenzial. Aktuell ist die Landtechnik ein Topthema. Dort führen zunehmend größere und schwerere Maschinen zu einer erhöhten Bodenbelastung. Hier verspricht der Leichtbau neue Lösungswege – genauso wie für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt, die Windenergietechnik und für viele weitere Branchen.
Unabhängig von der Anwendung ist der Leichtbau interdisziplinär. Erst die Kombination aus intelligent konstruierten Bauteilen, gefertigt aus den richtigen Werkstoffen, verbunden mit der geeigneten Fügetechnik und validiert durch geeignete Prüfmethoden, ermöglicht intelligenten Leichtbau.
Was Forschung und Entwicklung in Niedersachsen in den vergangenen Jahren erreicht haben, zeigen zahlreiche Beispiele in den vorliegenden Technologie- Informationen. Die niedersächsischen Hochschulen haben neuartige metallische Werkstoffe und Faserverbundwerkstoffe, innovative Fertigungsprozesse sowie Prüfund Messmethoden entwickelt, die die Produktion effizienter gestalten. Die Institute arbeiten dabei eng mit der Industrie zusammen und sind für weitere Kooperationen offen.

1/2012: Cloud Computing (PDF, 479,12 KB)

Cloud Computing ist nicht nur ein vorübergehendes Modethema, sondern es verändert die IT-Landschaften der Unternehmen nachhaltig. Die eigentliche Hardware und Software liegen nicht mehr beim Nutzer vor Ort vor, sondern bei externen Anbietern – verbunden über das Internet in einer entfernten „Wolke“ (engl. „cloud“). Speicher- und Rechenkapazitäten passen sich damit laufend ihrem tatsächlichen Bedarf an, Kosten orientieren sich an der Nutzung der Dienste. Dennoch gibt es vielfach begründete Vorbehalte gegen Cloud Computing und offene Herausforderungen: IT-Entscheider fragen nach der Sicherheit und der Verfügbarkeit ihrer Daten, Servicequalitäten sind zu vereinbaren und zu überwachen. Hier sind Wissenschaft und Praxis aufgefordert, gemeinsam Lösungen zu finden.
So sehen sich die meisten Unternehmen mit einer heterogenen und ständig komplexer werdenden IT-Landschaft konfrontiert. Cloud Computing kann diese Komplexität verringern, indem standardisierte Hard- und Software von externen, spezialisierten Partnern effizient betrieben wird. Fehlen jedoch strategische Vorgaben und steuernde Instrumente seitens der Unternehmen, laufen diese Gefahr, die Kontrolle über ihre Prozesse zu verlieren und marktrelevantes Wissen zugunsten von kurzfristigen Kostensenkungen aufzugeben.
In den vorliegenden Technologie-Informationen finden Sie viele Praxisbeispiele, wie niedersächsische Hochschulen sich diesen Herausforderungen stellen. Es werden Rechtsfragen geklärt, Sicherheitslücken geschlossen, Serviceplattformen und Systeme angepasst und integriert sowie neue Anwendungen angeboten. Aus den vielfältigen Ideen sind Patente und Unternehmensgründungen hervorgegangen.

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