Technologie-Informationen

Die Hochschulen als Partner der Wirtschaft: Die Technologie-Informationen bieten einen Überblick über Technologieangebote und Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neueste Entwicklungen, praxisrelevante Verfahren und Produkte, Beratungsleistungen und Gutachten – Unternehmen finden an den Hochschulen anwendungsorientierte Ideen und Lösungen.

3+4/2013: Medizin und Gesundheit (PDF, 874,96 KB)

Im Bereich der Gesundheitsforschung in Niedersachsen reicht die Bandbreite von Technologien, die die häusliche Pflege erleichtern, bis hin zu neuartigen Implantaten. Doch die entstehenden Innovationen im Gesundheitsbereich berühren meist auch sensible gesellschaftliche Fragestellungen. Die Diskussion um die Organspende verdeutlicht es: Was in Laboren und Kliniken geschieht, hat wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung in der Gesellschaft – von der Idee bis zur Anwendung. Revolutionäre Ideen im Gesundheitsbereich bringen stets auch eine große Verantwortung mit sich.
So ist es besonders erfreulich, dass in Niedersachsen schon seit längerem ein Bewusstsein für die Notwendigkeit besteht, ethische und juristische Fragestellungen frühzeitig einzubinden. Große Forschungsinitiativen wie der Exzellenzcluster „REBIRTH“ oder die Erprobungsstudie für dezellularisierte Herzklappen „ESPOIR“ haben entsprechende Kompetenzen tief in die Projektstruktur eingebettet. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ethikern, Juristen und Naturwissenschaftlern wird tagtäglich gelebt und ist von einer großen Offenheit und Konstruktivität geprägt.
Einrichtungen und Initiativen wie zum Beispiel das Centre for Ethics and Law in the Life Sciences der Leibniz Universität und der Medizinischen Hochschule in Hannover bieten Hilfestellungen und initiieren die inhaltliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschung. Das führt dazu, dass die Gesundheitsforschung in Niedersachsen nicht losgelöst von gesellschaftlichen Interessen und Befindlichkeiten erfolgt, sondern diese von Anfang an eine Rolle spielen. Nicht nur die Forschung in Niedersachsen ist also innovativ, sondern auch das Zusammenspiel bei naturwissenschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.

2/2013: Wandel in der Landwirtschaft (PDF, 1,05 MB)

Die Landwirtschaft ist der Ankerpunkt von komplexen und existenziellen Wertschöpfungsketten im Food- und Non-Food-Bereich. Entsprechend groß ist die Hebelwirkung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse und Strukturen auf globale, langfristige Herausforderungen, wie zum Beispiel die Nahrungsmittelversorgung bei steigender Weltbevölkerung und begrenzten landwirtschaftlichen Flächen zu sichern, Emissionen zu reduzieren oder Rohstoffe für die energetische oder stoffliche Nutzung bereitzustellen.
Aktuell erleben wir, dass einzelne Lösungsansätze untereinander nicht immer kongruent sind. Zukünftig wird es also erfolgsbestimmend sein, stärker ganzheitlich in Prozessen und Systemen zu denken. Interdisziplinäre Ansätze werden zunehmend wichtiger, wobei hierunter auch die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Landwirte und der agrartechnischen Unternehmen einzubeziehen sind.
Niedersachsen hat als eine der wichtigsten Agrarregionen Deutschlands sehr gute Voraussetzungen, diese Zukunftsfragen federführend regional, national und auch international zu lösen. Basis hierfür bilden zum einen die vielen innovativen niedersächsischen Unternehmen. Zum anderen sind die niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen von den Agrarwissenschaften über die Ingenieurwissenschaften bis hin zur Lebensmitteltechnologie stark aufgestellt.
Um den Wandel in der Landwirtschaft erfolgreich zu gestalten, ist es sinnvoll, Leitthemen abzustimmen. Das Thema „Bioökonomie“ besitzt in diesem Kontext ein großes Potenzial, das nur gemeinsam von der Praxis, den Unternehmen und der Wissenschaft gehoben werden kann.

1/2013: Ressourceneffizienz (PDF, 1 MB)

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip besagt, dass ein bestimmter Output mit geringstmöglichem Input oder mit einem gegebenen Input ein größtmöglicher Output erzielt werden soll. Diese Forderung nach einem vernunftgemäßen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sollte angesichts sich verknappender Ressourcen selbstverständlich sein. Innovative Produkte und Verfahren sowie durchdachte Strategien machen Unternehmen in Zeiten knapp werdender Rohstoffe und schwankender Materialpreise zukunftsfähig und sind ein Beitrag zur Standortsicherung im globalen Wettbewerb.
Die zahlreichen Programme und Initiativen der Bundesministerien für Umwelt und Forschung, der Verbände wie VDI, BDI und VCI zur Steigerung der Ressourceneffizienz und nicht zuletzt die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit sollen dazu beitragen, die Umweltbelastungen zu begrenzen, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. So wurde beispielsweise in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln.
An den niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden zahlreiche zukunftsweisende Ideen und Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz entwickelt. Dabei reicht das Spektrum von der Entwicklung neuer Materialien und Recyclingtechnologien zur Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe über die Optimierung des Energieeinsatzes bis zur Verbesserung der Planung und Steuerung im Stoff- und Energiestrommanagement. In der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen entstehen neue Lösungsansätze, die Vorteile für Wirtschaft und Umwelt zugleich bieten.

4/2012: Management des demografischen Wandels (PDF, 566,09 KB)

Der demografische Wandel und die technologische Entwicklung stellen Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell vor große Herausforderungen. Hier können vor allen Dingen das Wissen und Können der Angestellten einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Schlüssel zum langfristigen Unternehmenserfolg liegt im „lebenslangen Lernen“. So wird es in den nächsten Jahren immer entscheidender für den Wettbewerb werden, wie gut sich die Mitarbeitenden berufsbegleitend weiterbilden können. Unerlässlich ist es dafür, ein nachhaltiges Personalmanagement und eine betriebsinterne Weiterbildungskultur zu etablieren. Ein erster Schritt sollte dabei immer eine Kompetenzdiagnose und Bedarfsanalyse sein. Hier müssen mithilfe von Altersstrukturanalysen, Benchmark-Studien oder Mitarbeiterbefragungen grundlegende Fragen zum Status quo der Unternehmenssituation geklärt werden. Im zweiten Schritt müssen dann Weiterqualifikationen angeboten werden, um Personal langfristig zu halten. Dabei ist es wichtig, dass die Angebote auf die individuellen Bedürfnisse der Angestellten zugeschnitten sind; diese können je nach Alter deutlich variieren. Je nach Lebens- beziehungsweise Arbeitssituation müssen passgenaue Lösungen entwickelt werden.
Bei diesen vielfältigen Herausforderungen bieten die niedersächsischen Hochschulen den Unter nehmen wertvolle Unterstützung an. In den vorliegenden Technologie- Informationen finden Sie zahlreiche Beispiele für Kooperationen und Angebote im Bereich Personal- und Gesundheitsmanagement, Schulung älterer Mitarbeitenden sowie Qualifizierung und Weiterbildung.

3/2012: Maritime Technologien (PDF, 528,32 KB)

Unser Leben ist eng verknüpft mit der See und ihren Ressourcen. Wir nutzen das Meer als Transportweg, entdecken in ihm regenerative und fossile Energien, wir gewinnen Nahrungsmittel aus dem Meer und erholen uns an seiner Küste. Die Erschließung dieser marinen Ressourcen wird begleitet von einer zunehmenden Technisierung und Automatisierung. In der Offshore-Förderung von Öl und Gas wird dieser Trend durch den Begriff des digitalen Ölfeldes geprägt. Ferngesteuert aus dem Kontrollzentrum werden unterseeische Produktionsanlagen bedient, gesteuert und überwacht. Sensorik, Steuerungstechnik und Simulationsumgebungen gehen hier Hand in Hand – mit dem Ziel eines effizienten und sicheren Betriebs.
Sicherheit ist auf See seit jeher oberstes Gebot. Durch die positive Entwicklung regenerativer Energiegewinnung entstehen immer mehr innovative Windkraftanlagen auf dem Meer. Sie verlangen nach intelligenter Zustandsüberwachung und nach Systemen, die die Arbeit der Menschen dort unterstützen und Risiken minimieren. Früher als Seemannsgarn abgetane Erzählungen von Monsterwellen haben sich als zu berücksichtigende Risiken in der Auslegung von maritimen Bauwerken erwiesen. Jahrhundert- Ereignisse können heutzutage im Maßstab reduziert modelliert werden – nicht nur im Computer, sondern auch im größten Wellenkanal der Welt in Hannover.
Diese und andere Themen der Meerestechnik greift die vorliegende Ausgabe der Technologie-Informationen auf. Sie zeigt dabei, was niedersächsische Hochschulen in Zusammenarbeit mit Unternehmen geleistet haben und welche Potenziale existieren. Die Rahmenbedingungen sind günstig. Meerestechnik ist ein globaler Wachstumsmarkt, der nach Innovationen verlangt.

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