Technologie-Informationen

Die Hochschulen als Partner der Wirtschaft: Die Technologie-Informationen bieten einen Überblick über Technologieangebote und Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neueste Entwicklungen, praxisrelevante Verfahren und Produkte, Beratungsleistungen und Gutachten – Unternehmen finden an den Hochschulen anwendungsorientierte Ideen und Lösungen.

2/2014: Materialien und Werkstoffe (PDF, 1,01 MB)

Innovationen, Fortschritt, Ressourceneffizienz – betrachtet man die Produktkreationen und -entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte, dann sind die Anforderungen an Bauteile und Komponenten immer vielschichtiger geworden – bei gleichzeitig deutlich höheren spezifischen Belastungen. Diese erheblich gestiegenen Anforderungen an die Bauteileigenschaften sind eng verbunden mit der Materialentwicklung. Hierbei lautet die Schlüsselfrage, wie die Leistungspotenziale vorhandener Werkstoffe optimiert beziehungsweise neue Werkstoffe oder Werkstoffkombinationen hergestellt werden können. Durch neuartige und verbesserte Werkstoffe und Materialien können leistungsfähigere Produkte für technische Anwendungen, beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Energie oder Medizin, geschaffen werden.
In all diesen Anwendungsbereichen ist Niedersachsens Wirtschaft gut aufgestellt – sei es in der Stahlerzeugung und -verarbeitung, im Automobil- oder Schienenfahrzeugsegment, in der regenerativen Energieerzeugung wie auch in weiteren Industriesparten.
Die vorliegenden „Technologie-Informationen“ zeigen einen interessanten Querschnitt der aktuellen Werkstoffforschung in Niedersachsen auf. Neben anwendungsorientierten Ergebnissen der materialwissenschaftlichen Grundlagenforschung werden neuartige Verfahren der Prozess- und Fertigungstechnik vorgestellt. Das hier präsentierte Materialspektrum umfasst die gesamte Palette wichtiger Konstruktionswerkstoffe wie zum Beispiel Kunststoffe und Faserverbundwerkstoffe, Metalle, Keramiken und Baustoffe. Die niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten bereits in vielen Projekten mit der Wirtschaft Hand in Hand und setzen gemeinsam Forschungsergebnisse in innovative Produkte um.

1/2014: 3D-Technologien (PDF, 993,86 KB)

Die aktuelle Ausgabe der Technologie-Informationen gibt einen Einblick in vielfältige Aufgaben und Anwendungsgebiete von 3D-Technologien. Zahlreiche Aktivitäten an niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen belegen, dass die Erfassung, Darstellung und Nutzung dreidimensionaler Daten in vielen Anwendungsgebieten von hohem Interesse ist. Daraus sind für die Zukunft noch weitere interessante Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen zu erwarten. Dabei ist die 3D-Technik nicht neu, sondern wird schon seit mehreren Jahrzehnten intensiv betrieben. Neue Sensoren und bessere Rechentechnik erlauben es aber nunmehr, auch Lösungen im Low-Cost-Bereich oder in Massenprodukten anzubieten, die vor einigen Jahren kaum vorstellbar waren.
Das hier präsentierte Heft zeigt ausgewählte Projekte und Entwicklungen aus dem Bereich der Datenerfassung, für die verschiedenste Techniken eingesetzt werden: Kameras, Photogrammetrie, Streifenlichtsensoren, Time-of-Flight-Kameras, Thermografie-Kameras oder Rasterkraftmikroskope, um nur einige zu nennen. Mit gemessenen, konstruierten oder simulierten 3D-Daten lassen sich heute auf einfache Weise reale Objekte durch 3D-Drucktechniken herstellen – und das für so unterschiedliche Bereiche wie Architektur, Produktionstechnik oder Medizintechnik.
Das Feld der 3D-Technologien ist beinahe unbegrenzt. Die hier dargestellten Lösungen zeigen Anwendungen in der Medizin, in der Produktion, in der Architektur, für autonome Fahrzeuge oder bei der Errichtung von Windparks. Darüber hinaus lassen sich jedoch noch beliebige andere Einsatzgebiete vorstellen, ob dies in der Landwirtschaft, in der häuslichen Betreuung von Menschen oder in einem ganz anderen Thema sei.

3+4/2013: Medizin und Gesundheit (PDF, 874,96 KB)

Im Bereich der Gesundheitsforschung in Niedersachsen reicht die Bandbreite von Technologien, die die häusliche Pflege erleichtern, bis hin zu neuartigen Implantaten. Doch die entstehenden Innovationen im Gesundheitsbereich berühren meist auch sensible gesellschaftliche Fragestellungen. Die Diskussion um die Organspende verdeutlicht es: Was in Laboren und Kliniken geschieht, hat wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung in der Gesellschaft – von der Idee bis zur Anwendung. Revolutionäre Ideen im Gesundheitsbereich bringen stets auch eine große Verantwortung mit sich.
So ist es besonders erfreulich, dass in Niedersachsen schon seit längerem ein Bewusstsein für die Notwendigkeit besteht, ethische und juristische Fragestellungen frühzeitig einzubinden. Große Forschungsinitiativen wie der Exzellenzcluster „REBIRTH“ oder die Erprobungsstudie für dezellularisierte Herzklappen „ESPOIR“ haben entsprechende Kompetenzen tief in die Projektstruktur eingebettet. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ethikern, Juristen und Naturwissenschaftlern wird tagtäglich gelebt und ist von einer großen Offenheit und Konstruktivität geprägt.
Einrichtungen und Initiativen wie zum Beispiel das Centre for Ethics and Law in the Life Sciences der Leibniz Universität und der Medizinischen Hochschule in Hannover bieten Hilfestellungen und initiieren die inhaltliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschung. Das führt dazu, dass die Gesundheitsforschung in Niedersachsen nicht losgelöst von gesellschaftlichen Interessen und Befindlichkeiten erfolgt, sondern diese von Anfang an eine Rolle spielen. Nicht nur die Forschung in Niedersachsen ist also innovativ, sondern auch das Zusammenspiel bei naturwissenschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.

2/2013: Wandel in der Landwirtschaft (PDF, 1,05 MB)

Die Landwirtschaft ist der Ankerpunkt von komplexen und existenziellen Wertschöpfungsketten im Food- und Non-Food-Bereich. Entsprechend groß ist die Hebelwirkung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse und Strukturen auf globale, langfristige Herausforderungen, wie zum Beispiel die Nahrungsmittelversorgung bei steigender Weltbevölkerung und begrenzten landwirtschaftlichen Flächen zu sichern, Emissionen zu reduzieren oder Rohstoffe für die energetische oder stoffliche Nutzung bereitzustellen.
Aktuell erleben wir, dass einzelne Lösungsansätze untereinander nicht immer kongruent sind. Zukünftig wird es also erfolgsbestimmend sein, stärker ganzheitlich in Prozessen und Systemen zu denken. Interdisziplinäre Ansätze werden zunehmend wichtiger, wobei hierunter auch die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Landwirte und der agrartechnischen Unternehmen einzubeziehen sind.
Niedersachsen hat als eine der wichtigsten Agrarregionen Deutschlands sehr gute Voraussetzungen, diese Zukunftsfragen federführend regional, national und auch international zu lösen. Basis hierfür bilden zum einen die vielen innovativen niedersächsischen Unternehmen. Zum anderen sind die niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen von den Agrarwissenschaften über die Ingenieurwissenschaften bis hin zur Lebensmitteltechnologie stark aufgestellt.
Um den Wandel in der Landwirtschaft erfolgreich zu gestalten, ist es sinnvoll, Leitthemen abzustimmen. Das Thema „Bioökonomie“ besitzt in diesem Kontext ein großes Potenzial, das nur gemeinsam von der Praxis, den Unternehmen und der Wissenschaft gehoben werden kann.

1/2013: Ressourceneffizienz (PDF, 1 MB)

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip besagt, dass ein bestimmter Output mit geringstmöglichem Input oder mit einem gegebenen Input ein größtmöglicher Output erzielt werden soll. Diese Forderung nach einem vernunftgemäßen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sollte angesichts sich verknappender Ressourcen selbstverständlich sein. Innovative Produkte und Verfahren sowie durchdachte Strategien machen Unternehmen in Zeiten knapp werdender Rohstoffe und schwankender Materialpreise zukunftsfähig und sind ein Beitrag zur Standortsicherung im globalen Wettbewerb.
Die zahlreichen Programme und Initiativen der Bundesministerien für Umwelt und Forschung, der Verbände wie VDI, BDI und VCI zur Steigerung der Ressourceneffizienz und nicht zuletzt die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit sollen dazu beitragen, die Umweltbelastungen zu begrenzen, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. So wurde beispielsweise in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln.
An den niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden zahlreiche zukunftsweisende Ideen und Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz entwickelt. Dabei reicht das Spektrum von der Entwicklung neuer Materialien und Recyclingtechnologien zur Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe über die Optimierung des Energieeinsatzes bis zur Verbesserung der Planung und Steuerung im Stoff- und Energiestrommanagement. In der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen entstehen neue Lösungsansätze, die Vorteile für Wirtschaft und Umwelt zugleich bieten.

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