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8. April 2008

Vorbildliches Solarprojekt im Norden

Hausbesitzer in Osnabrück können sich jetzt mit wenigen Klicks im Internet anzeigen lassen, ob sich die Dachflächen ihrer Immobilie für den Bau einer Photovoltaik-Anlage eignen und wie viel Quadratmeter Solarmodule gegebenenfalls installiert werden können. Damit hat die Stadt Osnabrück ein ehrgeiziges Solarprogramm gestartet.

Die dargestellten Informationen basieren auf Laserscannerdaten, die per Flugzeug gesammelt wurden. Die Fachhochschule Osnabrück errechnete die Ausrichtung und Neigung aller Dachflächen und simulierte aufgrund der umstehenden Gebäude und Bäume die jahreszeitlich bedingte Verschattung bei unterschiedlichem Sonnenstand. Pro Quadratmeter wurden etwa vier Messpunkte aufgezeichnet. Das Ergebnis: Bei Ausstattung der Flächen mit Photovoltaik könnte der Strombedarf komplett gedeckt werden, die Ausbeute läge bei 237 Millionen Kilowattstunden Solarstrom jährlich. Einen mindestens um den Faktor drei höheren Energieertrag würde die Nutzung der Flächen für Solarwärme erbringen.

Die bislang einzigartige Methodik, das Solarenergiepontenzial jeder Dachfläche automatisiert zu berechnen, sind im Forschungsprojekt "Sun Area" entwickelt worden, das die Stadt Osnabrück gemeinsam mit der örtlichen Fachhochschule betreibt.


Osnabrücks Solardächer
Rote Dächer = 95 Prozent der maximal
möglichen Solarstrahlung lassen sich ernten,
orange = immerhin noch 81 Prozent.

Weitere Informationen:
www.fh-osnabrueck.de
www.osnabrueck.de

Ansprechpartner

Prof. Dr. Martina Klärle, Fachhochschule Osnabrück, Forschungsprojekt SUN-AREA
Telefon: 0541 / 969-5155
Stadt Osnabrück
Telefon: 0541 / 323-0