Aktuelles

18. April 2012

Technologie-Informationen zum Thema "Leichtbau" erschienen

Zur Hannover Messe ist das zweite Heft der "Technologie-Informationen" im Jahr 2012 erschienen. Zum Thema "Leichtbau" werden Projekte und aktuelle Forschungsarbeiten niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorgestellt.

Der Begriff Leichtbau steht für eine der zukunftsweisenden Querschnittstechnologien des Maschinenbaus. Im Automobilbau begründen steigende Kraftstoffpreise auf der einen und strengere Anforderungen seitens des Gesetzgebers hinsichtlich zulässiger Emissionswerte auf der anderen Seite die Forderung zum Leichtbau. Die Notwendigkeit wird umso deutlicher, wenn man die Gesamtgewichte von Fahrzeugen betrachtet, die über Generationen stetig gestiegen sind aufgrund wachsender Fahrzeugabmessungen sowie umfangreicher Komfort- und Sicherheitsausstattungen.

Dabei ist der Leichtbaugedanke im Automobilbau nicht neu. Bereits vor über 70 Jahren baute die Mailänder Carrozzeria Touring nach dem Superleggera-Prinzip leichtgewichtige Sportwagen. Sie verwendeten statt des seinerzeit noch üblichen Eschenholzrahmens eine dünnwandige Rahmenstruktur aus Rohren und verkleideten diese mit dünnem Aluminiumblech.

Auch heute liegt die Karosserie im Fokus der Gewichteinsparung. Sie bietet durch den Einsatz von Aluminium und hochfesten Stählen sowie einer intelligenten Fügetechnik ein großes Leichtbaupotenzial. Aktuell ist die Landtechnik ein Topthema. Dort führen zunehmend größere und schwerere Maschinen zu einer erhöhten Bodenbelastung. Auch hier verspricht der Leichtbau neue Lösungswege – genauso wie für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt, die Windenergietechnik, den Hochbau, den Maschinenbau und für viele weitere Branchen.

Unabhängig von der Anwendung ist der Leichtbau interdisziplinär. Erst die Kombination aus intelligent konstruierten Bauteilen, gefertigt aus den richtigen Werkstoffen, verbunden mit der geeigneten Fügetechnik und validiert durch geeignete Prüfmethoden, ermöglicht intelligenten Leichtbau.

Was Forschung und Entwicklung in Niedersachsen in den vergangenen Jahren erreicht haben, zeigen zahlreiche Beispiele in den vorliegenden Technologie- Informationen. Die niedersächsischen Hochschulen haben neuartige metallische Werkstoffe und Faserverbundwerkstoffe, innovative Fertigungsprozesse sowie Prüfund Messmethoden entwickelt, die die Produktion effizienter gestalten. Die Institute arbeiten dabei eng mit der Industrie zusammen und sind für weitere Kooperationen offen.

Das aktuelle Heft sowie frühere Ausgaben der "Technologie-Informationen" finden Sie hier:
Technologie-Informationen