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14. Januar 2009

Einzigartiger Prüfstand des DLR ermöglicht verbrauchsarme Turbine

Umweltfreundlich und kostengünstig sollen die Flugtriebwerke der Zukunft sein. Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen testen zurzeit im Auftrag von Rolls-Royce eine neuartige einstufige Überschall-Hochdruckturbine, die weniger Treibstoff verbraucht und so den Kohlendioxidausstoß verringert.

Bevor die Turbine jedoch in ein Triebwerk eingebaut wird, gilt es ihre Strömungseigenschaften genau zu untersuchen. Der einzige dazu geeignete Prüfstand in Deutschland befindet sich beim DLR in Göttingen. Die Hochdruckturbinen können an diesem Prüfstand fast in Originalgröße unter den gleichen Bedingungen wie später im Triebwerk getestet werden.

Sensoren für Druck, Temperatur und weitere Messgrößen bestimmen bei den Messungen die aerodynamischen Eigenschaften der Turbine. So wird beispielsweise der Druck in der Turbine mit so genannten schnellen Druckaufnehmern gemessen, die pro Sekunde 250.000 Messwerte sammeln. Dabei fallen riesige Datenmengen an, die das DLR nun auswertet. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, die endgültige Auslegung der Turbine festzulegen. Bereits 2007 führte das DLR die erste der zwei Messreihen für Rolls-Royce Deutschland durch.

Rolls-Royce entwickelte die Turbine für Geschäftsreiseflugzeuge.

Weitere Informationen:
www.dlr.de


Durch Einblasen von Farbe wird die
Strömung auf dem Rolls-Royce-Rotor
sichtbar gemacht.


Die am Turbinenrotor gemessenen
Daten werden per Telemetrie übertragen,
da der Rotor sich dreht.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Ingo Röhle, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen, Institut für Antriebstechnik, Triebwerksakustik
Telefon: 0551 / 709-2184