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28. Mai 2008

500.000 Euro Fördergeld für neue Technologieunternehmen aus Hannover

Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und des Laser Zentrums Hannover erhalten für ihre Gründungsvorhaben insgesamt rund eine halbe Million Euro aus dem Förderprogramm „EXIST-Forschungstransfer“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das Programm fördert besonders anspruchsvolle technologieorientierte Unternehmensgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Martin Hoffmann, Moez Mnif und Michael Wittke promovieren am Institut für Systems Engineering der Leibniz Universität. Während ihrer Forschungsarbeit entstand die Idee, eine Spezialkamera für den Einzelhandel zu entwickeln. Die „Smart Camera“, die jetzt zur Marktreife gebracht werden soll, dokumentiert und analysiert das Kaufverhalten der Kunden im Einzelhandel. Durch den Transfer von Daten kann zum Beispiel herausgefunden werden, wie viele der Kunden, die einen Laden betreten, auch tatsächlich kaufen. Mit ihrem Ausgründungskonzept haben die Wissenschafter die beiden hochrangig besetzten Jurys von EXIST-Forschungstransfer überzeugt. Sie erhalten Fördermittel in Höhe von rund 300.000 Euro, um ihre aufwendigen Entwicklungsarbeiten fortzusetzen und die Gründung eines Unternehmens vorbereiten zu können. Für die Gründer ist das ein weiterer Erfolg auf dem Weg zum eigenen Unternehmen: Anfang des Jahres hatten sie mit ihrem Geschäftsmodell bereits den Gründerwettbewerb „Hochschul-Impuls“ der Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls gewonnen.
 Fördermittel aus dem EXIST-Forschungstransfer in Höhe von über 200.000 Euro fließen an ein weiteres technologieorientiertes Gründungsvorhaben aus Hannover. Am Laser Zentrum Hannover (LZH) arbeiten Dr. Stephan Barcikowski und Niko Bärsch mit ihren Kollegen daran, hochreine Nanopartikel zu erzeugen. Die Nachfrage nach Nanomaterialien steigt - besonders in Wachstumsbranchen wie der Automobilindustrie, dem Energiesektor oder der Medizintechnik. Die verfügbaren Nanomaterialien weisen jedoch Verunreinigungen auf und sind für Anwendungen mit hohen Ansprüchen an Reinheit oder Stabilität nicht geeignet. Die Forscher am LZH wollen mit der Gründung der Particular GmbH diese Marktlücke schließen, indem sie hochreine Nanopartikel aus beliebigem Material durch Laserabtrag in Flüssigkeiten herstellen. Insbesondere für die Medizintechnik ergeben sich daraus hochinnovative neue Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel Kunststoffnanokomposite für bioaktive Implantate und Katheter. 

Die Wissenschaftler erhalten bei der Gründung ihrer Unternehmen umfassende Unterstützung. Die Gründungsvorhaben werden an der Leibniz Universität beziehungsweise am LZH im Rahmen des gemeinsamen EXIST-Projekts „starting business“ betreut. Darüber hinaus nutzen die Gründer das umfassende Beratungsangebot des Gründungsnetzwerks in Hannover.

Ansprechpartner

Dr. Britta Leineweber, Leibniz Universität Hannover, unitransfer
Telefon: 0511 / 762-2994